GeschichteBurg von Hikone - das Kleinod am Biwa-See

Burg von Hikone – das Kleinod am Biwa-See

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Hikone in der Präfektur Shiga wartet mit einem formidablen Schloss auf – der 彦根城 Hikone-jō (Burg von Hikone) – dieses gehört immerhin zu den 現存12天守 Genzon-Jūni-Tenshu, den 12 in Japan übrig gebliebenen Burgen im Originalzustand (mehr dazu siehe unter Burgen Japans). Damit nicht genug – in Japan gibt es nur zwei Burgen, die weitestgehend im Originalzustand erhalten geblieben sind (also nicht nur der Hauptbau, sondern die Anlage als solche) – Hikone sowie die bekanntere Burg von Himeji.

Das Schloss ist auch unter dem Namen 金亀城 Konki-jō, wörtlich: Burg der Güldenen Schildkröte bekannt. Gebaut wurde die Burg rund um das Jahr 1622, also zu Beginn der Edo-Zeit und damit zu einer Zeit, als sehr viele Burgen in Japan entstanden.

Nordteil des grossen Biwa-Sees
Nordteil des grossen Biwa-Sees

Die Burg von Hikone gehört zu den sogenannten 平山城 Hirayama-jiro (Hügel-Burgen) – wurde also auf einem kleinen Berg in relativ flachem Land gebaut. Strategisch lag die Burg dabei sehr günstig – wer von Edo (heute Tokyo) zur alten Hauptstadt Kyoto wollte, kam, so er keine langen Umwege machen wollte, zwangsläufig an der Burg vorbei. Zudem lässt sich von Hikone der grosse Biwa-See sehr gut überschauen.

Aufstieg zum Schloss von Hikone
Aufstieg zum Schloss von Hikone

Zu Beginn der Meiji-Restauration rund um 1871 wurde das alte System in Japan abgeschafft und die meisten Burgen stillgelegt bzw. mehr oder weniger stark zerstört. Auch die Burg von Hikone wurde stillgelegt. Bis dahin herrschte der 井伊氏 Ii-Clan über das Han (Lehen) Hikone von der Burg aus. Doch im Gegensatz zu den meisten anderen Burgen liess man Burg nebst Hauptbau stehen. Neben dem Hauptbau (Donjon) überstanden auch 7 weitere Gebäude (inkl. Wachtürme z.B.) die Zeiten – und so wurde Hikone-jō im Jahr 1952 zum Nationalschatz Japans erklärt – eine Ehre, die in ganz Japan nur vier Burgen zu Gute kam – man spricht dabei von den 国宝四城 Kokuhō-Yonjō (Vier Nationalschatz-Burgen).

Donjon (Hauptbau) der Burg von Hikone
Donjon (Hauptbau) der Burg von Hikone

Die Burg liegt zwischen Bahnhof und Seeufer – und da sie auf einem Hügel liegt, kann man sie nicht verfehlen. Vom Bahnhof läuft man gute 10 Minuten bis zum Eingang der Burg. Der Eintritt kostet 500 Yen – mit dem gleichen Ticket hat man auch Zugang zum Genkyū-Garten (siehe Hikone). Innerhalb und rund um die Burg stehen sehr viele Kirschbäume, weshalb die Stadt während der Kirschblüte (Ende März/Anfang April) extrem überlaufen ist.

tabibito
tabibitohttps://japan-almanach.de
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei der Tabibitos Blog empfohlen.

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