Ramen - Navigator: der ultimative Ramen-Guide für Tokyo und UmgebungMen Katsuragi (麺 かつら木) in Ikebukuro, Tokyo

Men Katsuragi (麺 かつら木) in Ikebukuro, Tokyo

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Geschmack: Salz (塩), Meerestiere (魚介)
Sorten: Ramen (ラーメン), Tsukemen (つけ麺), Mazesoba / Aburasoba (まぜそば・油そば)
Preislage: 780 - 1,050 yen
Adresse: 171-0021 Tokyo, Toshima City, Nishiikebukuro, 1−18−1
Adresse Japanisch: 〒171-0021 東京都豊島区西池袋1丁目18−1 五光ビル

Dieses kleine Ramenrestaurant liegt gerade mal eins, zwei Gehminuten vom Westeingang des immer von Menschen wimmelnden Bahnhofs Ikebukuro entfernt – hier liegt eines der Vergnügungsviertel von Tokyo. Von außen wie von innen sieht das Restaurant recht neu aus, und das ist kein Wunder – es wurde erst 2019 eröffnet. Insgesamt reihen sich 12 Plätze aneinander – allesamt am Tresen, so dass man dem Meister bei der Arbeit zusehen kann. Und hier ist alles transparent. Nicht ganz ohne Absicht kann man durch eine Glastür ins kleine Lager schauen, und Riesenbottiche mit angesetzter Suppe geben Einblick in das, was in die Schüsseln kommt. So viel steht an der Stelle fest: Der Koch legt wert auf die Zutaten, die er benutzt.

An erster Stelle im Menü stehen die Tsukemen, und erst danach Chūka Soba, ein anderer Name für Ramen. Auch Mazesoba stehen im Angebot. Ein Wort fällt im Angebot immer wieder auf: Saba – die auch in Japan allseits beliebten Makrelen. Eine der Suppen wird teilweise auf Makrelen-Sud aufgebaut. Besonders empfehlenswert sind hier die Kyōsawara-Soba. Sawara ist ein vor allem rund um Japan heimische Makrelenart, und das Kyo- deutet daraufhin, dass diese bei Kyoto gefischt wurden, wo die Fische einen Fettanteil von bis zu 10% aufweisen – ideal, um daraus Fischsud zu gewinnen. Die Kyosawara-Ramen gehören zu den Salzramen, und die Makrelen, zusammen mit den iriko (getrocknete Sardinen) sorgen für einen markanten, aber keineswegs penetranten Fischgeschmack.

Auch die Tsukemen sind hervorragend – die dunkle Suppe ist vollmundig und wird von Konbu, einer Seetangart, dominiert. Die Tsukemen-Nudeln sind relativ dünn und, das ist nicht sehr häufig, aus Vollkornmehl gemacht. Die Beilagen – hauchdünne, nur ganz schwach angegrillte Schweinefleischscheiben, etwas Gemüse und das übliche Ajitamago (Solei) ergänzen das Gericht ausgezeichnet.

Fazit: Für Tsukemen-Fans absolut empfehlenswert. Und wer Fisch mag, wird vor allem in den Makrelenbasis-Ramen einen ganz neuen Geschmach entdecken. In dem Sinne ist Men Katsuragi (noch) ein echter Geheimtipp.

Bewertung

Suppe
Nudeln
Beilage
Gesamt
tabibito
tabibitohttps://japan-almanach.de
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei der Tabibitos Blog empfohlen.

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