Seit dem Jahr 2000 gibt es gut 300 Meter vom Bahnhof Motosumiyoshi entfernt ein kleines, von nur einer Person betriebenes Restaurant mit lediglich 8 Plätzen – alle davon direkt am Tresen. Der etwas bärbeissig wirkende aber freundliche Betreiber kommt aus Fukuoka – und serviert hier DIE Spezialität seiner Stadt: Hakata-Ramen. Mehr gibt’s nicht. Die Basisvariante kostet dabei sehr geldbeutelfreundliche 750 Yen – Extras wie das obligatorische Solei, Extra Mu-Err-Pilze, Extra-Takana und dergleichen kosten jeweils zwischen 120 und 150 Yen.
Das Ei und Extra-Takana sollte man unbedingt wählen, denn damit wird das Gericht eine runde Sache. Doch was ist Takana? Das ist kleingehäckselter, eingelegter brauner Senf. Und den gibt es hier in zwei Varianten: Scharf und sehr scharf. “Takana” heisst zwar “brauner Senf”, aber es schmeckt weniger nach Senf, es ist eher die Art der Schärfe, die ähnelt. Sowohl das Solei als auch das Takana schmeckeh im Marufuku hervorragend und runden die milde Suppe aus ausgekochten Schweineknochen hervorragend ab. Während in manch Ramen-Geschäften in Hakata (ein Stadtteil von Fukuoka) selbst die Suppe fast cremig ist, ist sie bei Marufuku eher dünn, aber das schadet nicht. Ein bisschen Sesam über die Suppe gemahlen und dazu ein paar Spritzer Essig, und schon kann man seine Hakata-Ramen (die auch ohne das schmecken) in ein ziemlich anderes, ebenfalls sehr leckeres Gericht verwandeln.
Fazit Wer einmal vernünftige Hakata-Ramen probieren möchte, aber nicht so schnell nach Fukuoka kommt, sollte Marufuku unbedingt einmal ausprobieren.


