BlogDie 5 Seen des Fuji-san (Fuji-Goko) | Kurzes Corona-Update

Die 5 Seen des Fuji-san (Fuji-Goko) | Kurzes Corona-Update

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Nach unzähligen Touren zu den berühmten 5 Seen des Fuji, den 富士五湖 Fuji-Goko, habe ich es doch endlich geschafft, meine Seite über selbige fertigzustellen. Hurra. Und es ist eine ziemlich umfangreiche Seite geworden, denn in der Gegend gibt es nun wirklich viel zu sehen und zu erleben.
Die 5 Seen des Fuji
An den Wochenenden fahren wir gern dorthin – wir brauchen ja nur rund 1½ Stunden. Die Rückfahrt ist dabei jedoch garantiert jedes Mal ein Krampf, da quasi alle Strassen Richtung Tokyo verstopft sind.
Die Frage ist nur, wann wir wieder dorthin fahren können. Japan bereitet sich auf die Goldene Woche vor, und die Politiker, vor allem die Lokalpolitiker, werden allmählich hektisch, denn sie befürchten, dass es viele Hauptstädter trotz der „Stay Home“-Aufrufe ins Grüne treibt. Die Sorge ist wohl berechtigt, denn an den Stränden von Shōnan (rund um Kamakura) sowie in der 5-Seen-Region tummeln sich wohl auch jetzt noch viele Großstädter. Nun werden erste Rufe laut, den Zugang zu einigen Regionen zu reglementieren, und dazu zählt auch das Absperren beziehungsweise Kontrollieren auf Staatsstrassen. Die Sorge ist berechtigt. Die meisten Japaner halten sich an die Aufrufe

不要不急

fuyō fukyū

– in etwa: was nicht dringend ist, ist nicht notwendig (ergo: lass es sein!)
und

外出自粛

gaishutsu jishuku

– freiwillig Gänge nach draussen vermeiden.
Doch es gibt genügend Leute, denen das egal ist, und das sind nicht nur jüngere Leute. Japan scheint sich in Sachen Neuinfektionen (mal wieder) auf einem gewissen Niveau eingependelt zu haben — die Zahl der neuen Fälle ist im Vergleich zur vorigen Woche etwas zurückgegangen. Doch wenn zehntausende oder gar mehr Hauptstädter über die kommenden Feiertage ins Umland pilgern, kann sich das schnell ändern. So gesehen wird diese Goldene Woche wohl die langweiligste Goldene Woche aller Zeiten, und wenn dann auch noch das Wetter schön sein sollte, wird es ganz schwer. Man kann nur hoffen, dass die Menschen nicht ein paar schöne Stunden außerhalb Anfang Mai mit einem Ausnahmezustand eintauschen, der bis nach die Sommerferien andauert. Denn man hat schon jetzt bekanntgegeben, dass man in der Goldenen Woche entscheiden wird, ob der Ausnahmezustand (der ja am 6. Mai enden soll) verlängert wird oder nicht. An eine schnelle Lösung des Problems glaubt aber auch in Japan natürlich niemand mehr.

tabibito
tabibitohttps://japan-almanach.de
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei der Tabibitos Blog empfohlen.

4 Kommentare

  1. wenn ich das richtig verstehe wäre es infektionstechnisch ja gar nicht so schlecht, wenn sich die Bevölkerung etwas in die Fläche und in die Natur verteilt. Zumal man sich draußen ja eher weniger anstecken können soll. Das Problem sind natürlich die Punkte, an denen man sich dann doch drängelt, öffentliche Toiletten und vor allem Gastronomie.

  2. “ ….. Neuinfektionen (mal wieder) auf einem gewissen Niveau eingependelt zu haben ….“
    sprich jeden Tag rund 300 bis 400 Neuinfektionen. Und das sind (leider muss ich mich wiederholen) immer die offiziellen Zahlen, denn die Dunkelziffer duerfte wesentlich hoeher liegen. Zu spaet mit zu wenig hat die japanische Regierung re(a)giert.

  3. Ja, die fünf Fuji-Seen standen bei mir schon lange auf meiner must-see-Liste. Es sind ja wirklich schöne Reiseziele, ganz besonders wenn man Wandern liebt. Wenn man jetzt nur noch reisen könnte… … …

  4. 25. April ca. 12.500 Infektionen. Ich denke mal der Point of no Return ist erreicht. Nur ein konsequentes Läden zu, kein Mensch geht mehr raus , etc. (siehe Europa) kann ein Szenario wie GB, Italien oder Spanien verhindern. Aber das müsste JETZT geschehen. Mit einem gewissen Nachlauf von einigen Wochen muss man allerdings rechnen, ehe man Resultate sieht.
    Aber man läuft aus sehr dünnen Eis und der Mensch (nicht nur Deutschland) denkt schon wieder ans Geld verdienen. Schulen werden Test halber geöffnet. Über Kitas diskutiert. Kleine Läden dürfen öffnen und mit Maske betreten werden, usw., usf.. Wir werden sehen was von der Gesellschaft überbleibt, sollten solche Experten wie Leopoldina Oberwasser bekommen.

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