Seitoku (勢得) in Setagaya-ku, Tokyo

-

Geschmack: Meerestiere (魚介)
Sorten: Ramen (ラーメン), Tsukemen (つけ麺)
Preislage: 880 - 1280
Adresse: 3 Chome-24-4 Sakuragaoka, Setagaya City, Tokyo 156-0054
Adresse Japanisch: 〒156-0054 東京都世田谷区桜丘3丁目24−4

Seitoku liegt an einer gut befahreren Straße ein paar hundert Meter südlich von Chitose-Funabashi an der Odakyu-Linie. Normalerweise findet man den Laden schnell – dank der meist sehr langen Schlange vor dem Restaurant. Schaut man sich die Wartenden an, so erahnt man schon, was einen erwartet, denn die Klientel ist meistens männlich.

Seitoku gibt es seit 2007, und hier finden zehn Gäste Platz – alle sitzen am Tresen und können so zuschauen, wie der Chef als einziger (!) Angestellter des Ladens stoisch die Nudelsuppen vorbereitet.

Egal ob Ramen oder Tsukemen — die Nudeln sind extrem dick und al dente – und die Brühe dicklich-braun, mit deutlichen Noten von Fleisch, etwas Fisch und Shrimp-Öl. Gemüse schmeckt man dabei weniger raus.

Interessant an den Nudeln ist, dass man bei den ersten zwei, drei Bissen schnell enttäuscht werden kann – der Geschmack ist erstaunlich blass. Doch das ändert sich sofort, wenn man einmal richtig umrührt, denn am Boden der Schale sammelt sich eine kräftige Soyasauce, die umgehend die schale Suppe in eine sehr kraftvolle Brühe verwandelt.

Ramen und Tsukemen kommen als einfache Variante daher und als “Seitoku-Variante”. Letztere enthalten eine enorm große Portion sehr gut gekochten Schweinefleischs, welches sich fast in der Suppe auflöst, sowie ein gelungenes “ajitama” (eine Art Solei).

Alles in allem eine sehr deftige Mahlzeit, und je mehr man davon isst, desto besser schmeckt es. Allerdings wird man davon auch ziemlich satt – man bringt also bestens ein bisschen Hunger mit.

Bewertung

Suppe 85Punkte
Nudeln 95Punkte
Beilage 90Punkte
Gesamt 90Punkte
tabibito
tabibitohttps://japan-almanach.de
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei der Tabibitos Blog empfohlen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Neueste Beiträge

Die kleinen Fabriken in den Stadtzentren

Auf meinem Weg zum Büro, von Shibuya bis Hiroo, komme ich tagtäglich an einer kleinen Fabrik vorbei, die mich...

Shakotan – raue Küste mit außergewöhnlichen Felsen

Die Shakotan-Halbinsel im Südwesten von Hokkaido lockt mit grandiosen Küstenabschnitten und sehr guten Meeresfrüchten.

Hokkaido im Winter

Zwischen Weihnachten und Neujahr 2025 sollte es mal wieder nach Hokkaido gehen – zum sechsten Mal, wenn ich mich...

Hakata Ramen Marufuku (博多らーめん 丸福) in Sumiyoshi, Kawasaki

Man muss nicht extra nach Fukuoka reisen, um ausgezeichnete Hakata-Ramen zu essen. Man findet sie auch ganz einfach bei Marufuku in Kawasaki.

Abgesang: Das war 2025

Wie jedes Jahr gibt es den traditionellen, persönlichen Jahresrückblick. Das war also, aus Sicht von Tabibito, das Jahr 2025: Politik ———— Neues...

Onomichi – Kleinod im Osten von Hiroshima und Tor nach Shikoku

Koselige Wohnviertel mit schmalen Gassen an steilen Hängen, zahlreiche Tempel und die Melange aus Meer und Bergen machen diesen Ort reizvoll

Must read

Die 10 beliebtesten Reiseziele in Japan

Im Mai 2017 erfolgte auf dem Japan-Blog dieser Webseite...

Auch lesenswertRELATED
Recommended to you