Ramen - Navigator: der ultimative Ramen-Guide für Tokyo und UmgebungRamen Afro Beats (Afro Beats ラーメン) in Shinjuku, Tokyo

Ramen Afro Beats (Afro Beats ラーメン) in Shinjuku, Tokyo

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Geschmack: Soyasauce (醤油), Miso (味噌), Tantan (担々), Huhn - Paitan (鶏白湯)
Sorten: Ramen (ラーメン)
Preislage: 1250 - 1700 Yen
Adresse Japanisch: 〒160-0022 東京都新宿区新宿 1-16-10 カテリーナ・ネオハイツ 103
Adresse: 1-16-10 Shinjuku, Shinjuku City, Tokyo

Die Gegend westlich des Shinjuku Gyoen ist und bleibt trotz der Touristenscharen ein kleiner Geheimtipp – obwohl nur 20 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Shinjuku entfernt, verlaufen sich nur wenige Touristen hierhin, dabei gibt es hier und da ein kleines Juwel zu entdecken – dazu gehört zum Beispiel der mit einem Michelin-Stern gekrönte Ramen-Laden Hototogisu. Neu hinzugekommen ist Anfang 2023 ein Ramenrestaurant mit dem ungewöhnlichen Namen Afro Beats. Woher der Name kommt, ist auch beim Betreten des Restaurants nicht ganz klar. Auf jeden Fall finden hier 12 Gäste am Tresen Platz – man hat volle Einsicht in die geschäftige Küche. Die Angestellten sind durchweg freundlich und vorausschauend – es macht Spass, ihnen bei der Arbeit zuzusehen.

Die Spezialität hier ist Tori Paitan – eine weiße, fast cremige und leicht schaumige Suppe, die entsteht, wenn man Huhn nebst Knochen sehr lange kocht. Die Zubereitung ist recht aufwändig, doch Afro Beats legt hier noch eine Schippe drauf und experimentiert – mit Paprikaschaum zum Beispiel, Porcini, Trüffeln und dergleichen Eine Variante stellt einen Mix aus Paitan und Tantan (hier: Dandan genannt) dar. Bei Tantan, einer Variante mit viel Sesam, kann man im Prinzip nicht viel falsch machen, aber die Paitan-Suppe nimmt dem eigentlich sehr geschmacksintensiven Tantan viel Schärfe – was bleibt sind Paitan-Ramen mit Sesamnote.

Die Nudeln sind, das ist bei dieser Spielart normal, relativ dünn und bleiben im Hintergrund – das liegt unter anderem an der sehr angenehmen und überhaupt nicht aufdringlichen Suppe, aber auch an der Beilage: Die 特上tokujō-(Extra)-Variante kommt mit Röstzwiebeln, Lauchzwiebeln, Paprikaschaum und drei Scheiben chashu (gegrilltes Schweinefleisch) sowie dem obligatorischen Solei daher. Mit 1700 Yen ist die Variante stark auf der teureren Seite, aber es lohnt sich: Sowohl die Präsentation als auch das Zusammenspiel der einzigen Beilagen mit der Suppe sind perfekt.

Fazit: Afro Beats ist sowohl etwas für Ramen-Anfänger als auch für eingefleischte Ramenkenner. Die Nudeln selbst sind nichts Besonderes, aber das macht nichts: Sie spielen hier eine untergeordnete Rolle, und die Menge ist genau richtig.

Bewertung

Suppe 92Punkte
Nudeln 86Punkte
Beilage 97Punkte
Gesamt 93Punkte
tabibito
tabibitohttps://japan-almanach.de
Tabibito (旅人・たびびと) ist japanisch und steht für "Reisender". Dahinter versteckt sich Matthias Reich - ein notorischer Reisender, der verschiedene Gegenden seine Heimat nennt. Der Reisende ist seit 1996 hin und wieder und seit 2005 permanent in Japan, wo er noch immer wohnt. Wer mehr von und über Tabibito lesen möchte, dem sei der Tabibitos Blog empfohlen.

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